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Gewicht, Größe und Maße des Schipperkes |
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Übersetzung aus dem Französischen: Arne SCHWARZ |
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Die Proportionen und / oder Indexe: Wir
wollen nun die wichtigsten Proportionen oder Indexe erläutern, die das
Standard-Modell des FCI beinhaltet und die wir aus den Verhältnissen zwischen
den diversen von uns bestimmten Massen berechnet haben. Körperindex: Der
Körperindex, das auf
100 gebrachte Verhältnis von Körperlänge zur Widerristhöhe, ist sehr
wichtig für den
Schipperke. Der Index 100 ist ideal und setzt ein quadratisches Profil voraus,
d. h. einen Schipperke von quadratischer Konstruktion. Es
ist sehr schwer, die Länge eines Hundes zu messen, und es versteht sich von
selbst, dass die Richter während der Beurteilung im Stand nach Augenmaß die
quadratische Konstruktion oder die nicht quadratische Konstruktion schätzen
müssen.
Unsere
Berechnung der Körperindexe, (Verhältnis Länge des Körpers / Widerristhöhe)
x 100, hat folgende Resultate ergeben:
Offenbar
sind die Hündinnen ein wenig gestreckter (länglicher Körper) als die Rüden.
Jedoch ist es wichtig, festzustellen, dass viele Schipperkes von korrekter
quadratischer Konstruktion sind. Eine solche Konstruktion zu verlangen,
bedeutet also keine utopische Forderung. Eine
quadratische Konstruktion (ein in ein Quadrat passender Körper) ist ein sehr
typisches Charakteristikum der Rasse, was um jeden Preis behalten werden muss. Brusttiefenindex: Nicht
wenige Rassestandards sehen vor, dass die Brusttiefe mit der Hälfte der
Widerristhöhe korrespondieren muss, jedoch haben unsere Messungen der
Brusttiefe bei verschiedenen Rassen uns viel zu häufig gelehrt, dass die Brüste
nicht so tief sind, wie die Standards es verlangen. Es empfiehlt sich also
nicht, einen solchen Index der Brusttiefe in den Standards vieler Rassen
vorzuschreiben. Wir
dürfen nicht vergessen, dass die Schipperkes, im Verhältnis zu vielen
anderen Rassen, eine proportional gesehen eher tiefe Brust haben. Es ist also
folglich interessant, über Messergebnisse der Brusttiefe und über die
berechneten Brusttiefenindexe zu verfügen. Werte
ober, gleich oder unter 0,5 bedeuten jeweils, dass die Brusttiefe höher (niedergestellter
oder kurzläufiger oder niederläufiger Hund), gleich oder niedriger (hochläufiger
Hund) zur Hälfte der Widerristhöhe ist. Die
Brusttiefenindexe (Brusttiefe geteilt durch Widerristhöhe), errechnet auf der
Basis der Körpermessungen der verschiedenen Gruppen von Schipperkes, stellen
sich wie folgt dar:
Es
ist klar, dass alle diese Mittelwerte nur wenig oder gar keine Variationen
darstellen und man deshalb daraus schließen kann, dass der Schipperke eine
ziemlich tiefe Brust aufweist. Konkret soll das heißen, dass die Brusttiefe
zu 47 – 48% der Widerristhöhe entspricht, oder das der Abstand von Boden
bis zur Unterbrust (Bodenabstand) zu 52 – 53% der Widerristhöhe entspricht.
Fanglänge (Schnauze-) / Schädellänge (Stirn-): Das
„Standard“-Modell (Muster-Standard) der FCI erwähnt als wichtigen Maßstab
die Länge des Fanges (- des Nasenrückens) im Verhältnis zur Länge des
Kopfes. Jedoch
ziehen wir es vor, das Verhältnis „Länge des Fanges / Länge des Schädels“
zu berechnen, denn diese Berechnung gibt uns dieselbe Information, aber
spricht mehr an. Der
Wert dieses Verhältnisses ist 1:1 oder 1 für die meisten Schäferhund-Rassen,
was bedeutet, dass der Fang (die Schnauze) und der Schädel (die Stirn)
dieselbe Länge haben. Bei vielen Doggen oder doggenähnliche Hunden ist
dieses Verhältnis 0,5:1 oder 0,5, was hier bedeutet dass die Länge der
Schnauze die Hälfte der Länge der Schädelregion ausmacht. Die
nachfolgenden Werte beinhalten die Ergebnisse unserer Messungen. Diese sind
die Durchschnittswerte der Verhältnisse zwischen Fanglänge und der Länge
der Stirn oder des Schädels:
alle kleinen Schipperkes: 0,625 Wenn
wir das mittlere Verhältnis „Länge des Fangs / Länge des Kopfes“
berechnen, kommen wir zu einem Ergebnis von 0,389, was wiederum bedeutet, dass
die Länge der Schnauze nahezu 40% der totalen Länge des Kopfes entspricht. Andere Ergebnisse Da
der Schipperke von robustem Bau ist, muss die Brust von der Vorderansicht
breit sein, mit gut gewölbten Rippen. Die Brust ist folglich voluminös (Brust-
oder Thoraxumfang beachtlich), breit (Brustbreite) und gut tief (siehe oben
„Brusttiefenindex“).
Morphologie des Schipperkes Was
die Morphologie (die äußere Form oder der Körperbau) des Schipperkes
betrifft, können evidente Schlussfolgerungen aus den durchgeführten
Messungen entnommen werden. Die
Morphologie des Schipperkes ist immer noch kaum bekannt, was sehr erstaunlich
ist. Es gibt noch zu viele Leute, auch erfahrene Kynologen, die denken, dass
der Schipperke eine Art von Groenendael in Kleinformat ist. Aus diesem Grund
haben wir uns bemüht, in dem neuen Standard des Belgischen Schäferhundes und
des Schipperkes das allgemeine Äußere dieser beiden Rassen gut zu
beschreiben, damit diese falsche Vorstellung endgültig aus dem kynologischen
Denken verbannt wird. Der
Belgische Schäferhund ist ein „mittelliniger“ Hund, der Eleganz und Kraft
verbindet und der den Eindruck einer eleganten Robustheit vermittelt. Das Schlüsselwort
ist also „Eleganz“. In dem neuen Standard dieser Rasse ist folglich „ohne
Eleganz“ als Fehler angeführt. Was den Kopf des Belgischen Schäferhundes
betrifft, kann man lesen, dass „die Länge des Fangs die halbe Kopflänge
entspricht oder leicht übertrifft“,
dass „der Schädel von mittlerer Breite ist“, dass „die Brust
wenig breit ist“ und die Vorbrust, von vorne gesehen „wenig breit, ohne
dabei schmal zu sein“. Der
Schipperke dagegen ist, im neuen von uns vorgeschlagenen und nun offiziellen
Standard, als ein „Schäferhund in Kleinformat, aber sehr kräftig gebaut“
beschrieben, dessen Körper „ziemlich breit und gedrungen“ ist. Der Körper
des Schipperkes ist in der Tat „kurz und breit, dadurch gedrungen, aber
nicht übertrieben voluminös oder schwer“, und die Brust ist „breit von
vorne bis hinter den Schultern“. Sein Kopf ist von „lupoider Form (wolfartig),
aber nicht zu lang, genügend breit, harmonisch zum Körper passend“, und
die Länge des Fangs ist „ungefähr 40% der gesamten Kopflänge“. Es
ist wohlbekannt dass man, unter Berücksichtigung der Proportionen und Körperform,
die Hunde in morphologischen Kategorien einordnen kann. Die bekannteste
Klassifizierung ist diejenige, die die Hunde in drei Typen unterteilt:
langlinig oder dolichomorph gebaut (schlankes oder schmächtiges Exemplar),
kurzlinig oder brachymorph (gedrungenes Exemplar) und mittellinig oder
mesomorph (Exemplar mittlerer Proportionen). Leider
wird diese morphologische Terminologie meist falsch verstanden, da man zu häufig
die Vorstellung hat, dass diese Begriffe sich auf die Länge des Hundes
beziehen. „Langlinig“ hat aber nichts mit dem Verhältnis der Höhe zu der
Länge des Körpers zu tun, also mit einem gestreckten (länglichen) Körper
oder einem ein Rechteck ausfüllender Körper. Langlinig
bedeutet ganz einfach nur, dass das Verhältnis zwischen der Fläche und dem
Volumen des Körpers groß ist und der Begriff kurzlinig bedeutet, dass dieses
Verhältnis klein ist. Niemand
wird bestreiten, dass der Körperbau des Belgischen Schäferhundes ein
mittelliniger Hund ist. Für viele andere Rassen dagegen ist die in den
Standards festgelegte morphologische Klassifizierung oft fehlerhaft
und folglich umstritten. Also konnte man in dem Standard des
Flandrischen Treibhundes (Bouvier des Flandres) stets lesen, dass er kurzlinig
ist, was in der Tat eine übertriebene Behauptung ist. In dem neuen Standard
dieser Rasse haben wir deshalb diesen Begriff durch „sub-kurzlinig“
ersetzen können. Dies soll also eine „Mittelform“ zwischen mittellinig
und wirklich kurzlinig bedeuten. In der deutschen Version des FCI-Standards
(Nr. 191, ‚Flandischer Treibhund’), wurde aber der französische Term
‚sub-bréviligne’ übersetzt durch ‚kompakt, gedrungen’, und leider
nicht durch‚ sub-kurzlinig’. Eine
Analyse der Messergebnisse lehrt und beweist nun, dass die Morphologie des
Schipperkes im Ergebnis gänzlich unterschiedlich zu der des Belgischen Schäferhundes
ist. Der Schipperke ist gewiss kein Groenendael im Kleinformat, weil sein Körperbau
eher gedrungen und robust ist. Es ist schon ziemlich erstaunlich,
festzustellen, wenn vielleicht auch nicht für einen erfahrenen Kynologen,
dass die Messungen des Schipperkes uns zeigen, dass seine Morphologie der des
Flandrischen Treibhundes (Bouvier des Flandres) ziemlich nahe kommt. Man kann
aber selbstverständlich auch sagen, dass der Schipperke ein lupoider Hund ist,
von wölfischem Typ, ganz wie der Belgische Schäferhund, nur dass man hinzufügen
muss „mit kurzliniger oder brachymorpher Tendenz“. Dieser
Unterschied im Typ und in der Morphologie, die den Schipperke vom Belgischen
Schäferhund unterscheidet, ist gänzlich evident – wie man unschwer sieht
– wenn man das äußerliche Bild der beiden Rassen, vom Größenunterschied
abgesehen, betrachtet. Es
springt also ins Auge, dass bei dem Schipperke der anatomische Körperbau viel
kräftiger, viel robuster und gedrungener ist, was sich durch die Breite des
Brustkastens besonders manifestiert, und dass sein Kopf schwerer ist, was sich
an dem ziemlich breiten Schädel und dem relativ kurzen Fang zeigt. Wir
können noch ergänzen – was nichts mit den Maßen des Körpers „in der
Breite“ zu tun hat – dass der Schipperke genau so gut wie Belgische
Schäferhunde nur dann typisierte Hunde sein können, wenn sie quadratisch
gebaut sind. Was die Winkelungen betrifft (die Winkel der Gelenke der
Gliedmassen), kann man diese beim Schipperke als ein wenig mehr betont als
beim Belgischen Schäferhund beschreiben, jedoch gänzlich normal bleibend,
was bedeutet, dass im Stand, bei jeder der beiden Rassen, die Hinterläufe
unter dem Körper plaziert oder (beim Schipperke) nur leicht rückständig
sind (ist die sogenannte ‚natürliche Stellung’ der Hinterläufe). Die
Messergebnisse, die wir hier diskutierten, haben uns beträchtlich geholfen,
einige Probleme zu lösen. Probleme, die sich für die belgische
Standardkommission bei der Ausarbeitung des neuen Schipperke-Standards ergaben. Was
das Gewicht betrifft, so schien es uns zu präzisieren notwendig, dass es
zwischen 3 – 9 kg variieren kann, und dass ein mittleres Gewicht von 4 bis 7
kg erwünscht ist (auf französisch hatten wir geschrieben ‚est recherché’,
was bedeutet ‚wird nachgestrebt’). Letzten
Endes haben wir beschlossen die Größe (Widerristhöhe) des Schipperkes doch
nicht im neuen Standard zu erwähnen. Das
allgemeine Äußere wurde als lupoid (wolfartig) beschrieben (wurde nicht übersetzt
in der deutschen Version). Dass
der Kopf „dem eines Fuchses ähnelt“ (alter Standard = vulpoides Äußeres)
ist selbstverständlich weggefallen und ersetzt durch ‚wolfartig’. Zusätzlich
haben wir präzisiert, dass der Stirn
‚assez large’ (‚ziemlich breit’, aber ‚assez = ziemlich’
wurde nicht übersetzt) sein sollte und dass die Länge des Fanges ungefähr
40% der gesamten Kopflänge ausmacht. Der
neue von Belgien vorgeschlagene und nun offiziell publizierte FCI-Standard
(Nr. 83, 18.06.2003) fordert ausdrücklich, dass der Schipperke im Quadrat
gebaut sein soll, da dieses Charakteristikum unseren Messungen nach „realisierbar“
erscheint, was bedeutet, dass unserer Ansicht nach ein Körper „eingeschrieben
in einem Quadrat“ gewiss als züchterisch zu erreichendes Ziel nicht
utopisch ist.
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